Staudenbeete mit spätblühenden Blumen, unterandern Astern sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch überlebenswichtig für Schmetterlinge. Sie liefern im Herbst den letzten Nektar, bevor die Falter in die Winterruhe gehen. Auch verblühte Stängel und Samenstände sollten stehen bleiben – sie bieten Unterschlupf und Nahrung für viele Insekten.
Ein besonderer Gast im Garten ist das Tagpfauenauge (Aglais io). Seine Raupen sind auf die Brennnessel angewiesen – ohne sie gäbe es keine Nachkommen. Nach der Verpuppung flattern die bunten Falter durch unsere Gärten, wo sie sich von spätblühenden Stauden ernähren.
Im Winter ziehen sie sich als erwachsene Falter in Schuppen, Dachböden oder Holzstapel zurück. In Kältestarre warten sie auf den Frühling. Schon ab März sind sie wieder unterwegs, um an frühen Blüten wie Krokussen und Weidenkätzchen neue Energie zu tanken und ihren Lebenszyklus fortzusetzen.

Unser Tipp:
• Pflanzen Sie spätblühende Stauden.
• Lassen Sie eine Ecke mit Brennnesseln stehen.
• Schneiden Sie Staudenstängel erst im Frühjahr zurück.
So schaffen Sie mit wenig Aufwand einen wertvollen Lebensraum – und Ihr Garten wird zum Paradies für das Tagpfauenauge und viele andere Insekten.

